02.05.2007 – SEG-Einsatz – Bombenfund

Am Mittwochnachmittag kurz nach 15 Uhr entdeckte ein Baggerfahrer bei Erdarbeiten am Fürstenweg in Freilassing eine britische Zehn-Zentner-Fliegerbombe, die im Vorgartenbereich eines abgebrochenen Mehrfamilienhauses lag. Der etwa eineinhalb Meter lange Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg konnte gegen 20.40 Uhr von einem Sprengkommando aus München entschärft werden. Vorher mussten jedoch die im unmittelbaren Umkreis lebenden Anwohner ihre Gebäude verlassen. Die Stadtverwaltung stellte die Badylon-Turnhalle bereit, wo 22 Betroffene von Einsatzkräften des Roten Kreuzes betreut wurden.

Die Stadt Freilassing wurde noch vor Kriegsende von den alliierten Luftstreitkräften mit einem Bombenteppich übersäht, wobei trotz Untersuchungen bei Erdarbeiten immer wieder Blindgänger gefunden werden. Zuletzt konnte vor sechs Jahren eine 600-Kilo-Fliegerbombe in unmittelbarer Nähe des neuen Fundortes entdeckt und entschärft werden.

Die heute gefundene Bombe lag nicht unter dem ehemaligen Mehrfamilienhaus, sondern im Bereich des Vorgartens. Der Baggerfahrer verständigte sofort die örtliche Polizei, die zusammen mit der Feuerwehr den Fundort großräumig absperrte. Nach Eintreffen entschied Sprengmeister Günter Hanft, dass die Wohnungen im Sichtbereich evakuiert werden müssen. Mit Unterstützung der Bereitschaftspolizei aus Dachau und weiterer Einsatzkräfte der Feuerwehr wurden 155 Anwohner auf die Gefahrensituation hingewiesen und zum Verlassen der Gebäude aufgefordert. 22 Betroffene konnten per Omnibus zur Sammelstelle in der Turnhalle des Badylons gebracht werden. Die gehbehinderten Anwohner wurden von Rotkreuz-Helfern aus den Wohnungen transportiert und mit Sanitätsfahrzeugen und Behindertentransportern abgeholt. Der Rest verbrachte die Zwangspause bei Freunden und Bekannten. Es gab keine Zwischenfälle.

Vom Bayerischen Roten Kreuz (BRK) waren die ehrenamtlichen Schnell-Einsatz-Gruppen (SEG´n) Freilassing-Laufen, Ainring und Betreuung, der reguläre Rettungsdienst, (RK/BY 1616, RK/BY 1648) und die Sanitätseinsatzleitung (SanEL) mit Unterstützungsgruppe (UG-SanEL) mit insgesamt 33 Sanitätern und drei Notärzten im Einsatz.

Gegen 18 Uhr wurden vom Flughafen Salzburg die Starts und Landungen über Freilassing eingestellt. Ferner musste der Zugverkehr auf der Strecke München – Salzburg unterbrochen werden. Die Bundespolizei stellte für die Sicherheit auf dem Bahngelände und zur Unterstützung des Einsatzes insgesamt 24 Beamte ab, die per Hubschrauber eingeflogen wurden. Bürgermeister Josef Flatscher war als politischer Vertreter bei der Einsatzleitung vor Ort.

Nach Abschluss aller Vorbereitungen begann das Sprengkommando gegen 19.40 Uhr mit der Entschärfung der Bombe. Der Zünder war noch gesichert und konnte ohne große Schwierigkeiten entfernt werden. Bei einem weiteren Auslöser musste der Fachmann aber all sein Können einsetzen; um 20.40 Uhr war die Gefahr dann beseitigt. Nicht nur die Bevölkerung von Freilassing war nach fast sechs Stunden Anspannung erleichtert: Auch 35 Feuerwehr-Einsatzkräfte, 60 Polizisten, 33 BRK-Helfer und drei Notärzte konnten endlich aufatmen.

Termine

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01
01.12.2022 | 19:30-21:30
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BRK Bereitschaft Ainring, Industriestraße 6a, 83404 Ainring
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05.01.2023 | 19:30-21:30
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