29.07.2013 – Waldbrandeinsatz für die BRK Bereitschaften

Das Rote Kreuz musste während des Waldbrands am Thumsee bisher 21 verletzte oder erkrankte Einsatzkräfte versorgen, davon allein zwölf mit Rauchgasvergiftungen. Ein 31-jähriger Bergwachtmann mit einer Fingerverletzung und zwei 24 und 31 Jahre alte Feuerwehrmänner mit Rauchgasvergiftungen und hitzebedingten Kreislaufbeschwerden mussten ins Krankenhaus eingeliefert werden, weitere fünf Helfer mit Rauchgasvergiftung begaben sich selbst in ärztliche Behandlung.

Die Löscharbeiten am Thumsee wurden auch am Montag seit den frühen Morgenstunden fortgesetzt. Im Rahmen einer Pressekonferenz zeigten sich Landrat Georg Grabner und der Örtliche Einsatzleiter (ÖEL) Josef Kaltner optimistisch, dass sich ein Flächenbrand nicht mehr entwickeln wird. Aktuell werden Glutnester in dem steilen Gelände aus der Luft und vom Boden aus bekämpft.

Nachdem am Sonntagabend gegen 21 Uhr die Feuerbekämpfung aus der Luft wegen Dunkelheit und Wind beendet werden musste, schafften es die Einsatzkräfte am Boden, trotz teils heftiger Sturmwinde, ein Wiederauflodern in der Nacht zu verhindern. Dafür bedankten sich Landrat Grabner und Oberbürgermeister Dr. Herbert Lackner ganz besonders bei den unzähligen ehrenamtlichen Helfern.

Seit 6 Uhr früh bekämpfen Hubschrauber der Bundespolizei, der Bundeswehr, der Landespolizei sowie eines Privatunternehmers die weiterhin vorhandenen weit mehr als 100 Glutnester und kleineren Brandherde. Zeitgleich sind im teils felsigen Gelände auch Einsatzkräfte der Feuerwehren, des Technischen Hilfswerks (THW), der Bergwacht im BRK (Sicherungen im steilen Gelände) und der Gebirgsjägerbrigade 23 im Einsatz. Unterstützend wirken die BRK-Bereitschaften (Sanitätsdienstliche Absicherung, Verpflegung und Betreuung der Einsatzkräfte), der Malteser Hilfsdienst (Verpflegung und Betreuung) und die BRK-Wasserwacht (Absicherung der Löschwasser-Aufnahme per Hubschrauber im See) mit.

Alles in allem waren am Montag etwa 400 Helfer beteiligt. Seit Ausbruch des Waldbrandes am späten Samstagabend sind somit weit mehr als 1.000 – überwiegend ehrenamtliche Männer und Frauen – in der Brandbekämpfung eingesetzt worden.

Einsatzleiter Josef Kaltner sowie die Einsatzleiter der beteiligten Hilfsorganisationen zeigten sich vorsichtig optimistisch, dass sich die Situation nicht erneut verschärfen wird. Dennoch wird erwartet, dass das vollständige Ablöschen der Glutnester mindestens bis in die Abendstunden hinein andauern wird. Deshalb bleibt der Katastrophenfall weiterhin bestehen.

Termine

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