Auch die Ainringer wurden als Teil der SEG Betreuung zum Katastrophenfall bei den Unwettern alarmiert. Noch am Samstag spätabends wurde durch die SEG Betreuung in der Schule in Mitterfelden eine Betreuungsstelle für 200 Personen aufgebaut. Vor Ort wurden eine Essensausgabe, verschiedene Sitz- und Aufenthaltsmöglichkeiten sowie Ruhe- und Sozialräume errichtet. Diese wurde dann im Laufe des Sonntags nicht mehr benötigt, aber es ist besser vorbereitet zu sein.

Unser Betreuungsanhänger wurde gemeinsam mit den Freilassingern der SEG nahezu leer geräumt. Danach ging es vorerst wieder nach Hause.

Nach einer kurzen Nacht, in der die meisten Bereitschaftler nur 2-3 Stunden schlafen konnten, wurde aufgrund der Lageentwicklung erneut alarmiert. Auf Grund einer weiteren Verschärfung der Lage mussten weitere Anwohner im südlichen Landkreis evakuiert werden. Also ging es ab 5 Uhr in die Schönau zur Unterstützung der Malteser in der Betreuungsstelle Buchenhaus. Die Ainringer unterstützen u.a. die Registrierung der Evakuierten bis nach Mittag. Es kam zu lediglich einer medizinischen Versorgung in der Betreuungsstelle. Hierbei handelte es sich um eine ältere, schwer vorerkrankte Dame, die nach kurzer Erstversorgung dem Regelrettungsdienst übergeben werden konnte. Trotz der unklaren Situation waren Anwohner und Urlauber, Alt und Jung ruhig, dankbar und vertrauten auf die Helfer.

Für die erschöpften Mitglieder ging es dann zurück ins Rotkreuzhaus nach Ainring. Die Betreuungsstelle in Mitterfelden konnte zurückgebaut werden, blieb aber noch in Bereitstellung. Auch Erkundungsfahrten wurden während des Katastrophenfalls durch unsere Bereitschaft durchgeführt.

Nach der Alarmierung des GW SAN wurde am Mittag unser Notallkrankenwagen alarmiert und fuhr mit unserem Bereitschaftsarzt Andreas Schaider auf den Einsatz. Bereits am Samstagabend fuhr er mit einem Arzt, einem Notfallsanitäter und einem Rettungshelfer besetzt in das Schadensgebiet, um dort für eventuelle Notfälle bereit zu stehen. Nach dem Transport des Patienten ins Krankenhaus konnte auch der N-KTW um 14:30 Uhr mitsamt seiner Besatzung neue Kräfte sammeln. Durch unser Bereitschaftsmitglied Maria Krinke kamen die Einsatzkräfte noch in den Genuss einer warmen Mahlzeit und frischen Gebäcks zur Stärkung.

Nach der Auflösung der Betreuungsstellen im Laufe des Vormittags am Montag ging es dann zum Sichten und Säubern. Die Fahrzeuge mussten gewaschen, das Material überprüft und Verbrauchtes aufgefüllt werden. Dabei wurde eine demnächst anstehende Tätigkeit direkt mit ausgeführt: das Aussortieren defekter oder bald ablaufender Materialien.

Alle unsere Helfer kamen wohlbehalten aus dem Einsatz zurück. Unser Mitgefühl gilt den bei einem Unfall verletzten THW-Mitgliedern und das Paar im beteiligten Fahrzeug, die Mitbürger, die verletzt wurden oder einen Verlust betrauern und Alle, die Hab und Gut verloren haben.

Wir danken allen Beteiligten für die gute Zusammenarbeit und wünschen allen Betroffenen viel Kraft in der nächsten Zeit.

BRK Ainring im Unwetter-Einsatz während des Katastrophenfalls