Einsatz: Acht zum Teil schwer Verletzte bei Verkehrsunfall auf der Staatsstraße 2103

Am Samstagnachmittag sind gegen 15.40 Uhr bei einem Verkehrsunfall auf der Staatsstraße 2103 zwischen Oberstraß und Langhögl insgesamt acht Menschen verletzt und zum Teil auch eingeklemmt worden, zwei davon so schwer, dass sie das Rote Kreuz mit zwei Hubschraubern zu Kliniken nach Salzburg und Passau fliegen musste. Den bisherigen Ermittlungen der Freilassinger Polizei zufolge waren ein 51-jähriger Traunsteiner und seine 13-jährige Tochter in einem älteren VW-Sportwagen auf der kurvenreichen Strecke auf die Gegenfahrbahn geraten und dort mit der Beifahrerseite in die Front des Hyundai Trajet einer sechsköpfigen niederländischen Familie gekracht.

Die Leitstelle Traunstein schickte ein Großaufgebot von rund 90 Einsatzkräften zum Unfallort, darunter die Freiwillige Feuerwehr Teisendorf samt der Löschzüge Freidling und Roßdorf, die Wehren aus Anger und Piding, die Kreisbrandinspektion und das Rote Kreuz mit der Sanitätseinsatzleitung samt Unterstützungsgruppe, dem Einsatzleitwagen, vier Notärzten, drei Rettungswagen aus Bad Reichenhall, Teisendorf und Traunstein, zwei Notfallkrankenwagen der ehrenamtlichen BRK-Bereitschaften Stadt Freilassing und Teisendorf sowie dem Traunsteiner Rettungshubschrauber „Christoph 14“ und dem Salzburger Notarzthubschrauber „Christophorus 6“.

Ersthelfer kümmerten sich um die Verletzten, setzten einen Notruf ab und teilten den ersteintreffenden Kräften vor Ort ein genaues Lagebild mit. Der 51-Jährige und seine 13-jährige Tochter wurden in ihrem durch den Aufprall stark deformierten VW schwer verletzt und nach notfallmedizinischer Erstversorgung mit „Christophorus 6“ zum Unfallkrankenhaus Salzburg und mit „Christoph 14“ zum Klinikum Passau geflogen. Die 13-Jährige war eingeklemmt und musste deshalb mit dem hydraulischen Rettungssatz befreit werden. Der 40-jährige Mann, die 39-jährige Frau und die vier Kinder im Alter zwischen sieben und 13 Jahren im niederländischen Minivan kamen nach erster Einschätzung leicht bis mittelschwer verletzt davon, wobei sie das Rote Kreuz mit drei Fahrzeugen alle zum Klinikum Traunstein brachte. Die Unterstützungsgruppe Sanitätseinsatzleitung registrierte vor Ort alle Beteiligten und dokumentierte den gesamten Einsatzverlauf.

An beiden Autos entstand wirtschaftlicher Totalschaden von geschätzten 18.000 Euro; sie mussten abgeschleppt werden. Die Staatsanwaltschaft Traunstein gab zur Klärung der Ursache ein unfallanalytisches- und technisches Gutachten in Auftrag und ließ beide Autos als Beweismittel sicherstellen. Die Staatsstraße war während der Rettungsarbeiten und für das Gutachten gute drei Stunden lang komplett gesperrt. Die Feuerwehr kümmerte sich um die technische Rettung mit dem hydraulischen Rettungssatz, unterstützte das Rote Kreuz bei der Versorgung und beim Tragen der Patienten, kümmerte sich um den Brandschutz, reinigte die Fahrbahn und leitete den restlichen Verkehr lokal und großräumig um.

Aufgrund des allgemein hohen Einsatzkaufkommens musste die ehrenamtliche BRK-Bereitschaft Bad Reichenhall gegen 16 Uhr während des Großeinsatzes mit ihrem Notfallkrankenwagen zur Erstversorgung eines verletzten älteren Mannes im Reichenhaller Stadtgebiet ausrücken.

Im Einsatz: RK BGL 12/1 (UG SanEL), RK Ainring 10/1

Bericht & Fotos: BRK BGL

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