Nicht ganz so ruhig wie im vergangenen Jahr verlief die Silvester-Nacht für das Rote Kreuz in Freilassing und Berchtesgaden, weshalb die ehrenamtlichen Sanitäter der BRK-Bereitschaften ab Mitternacht zur Spitzenabdeckung ausrückten und bis in die Morgenstunden mit ihren zusätzlichen Fahrzeugen den regulären Rettungsdienst unterstützten.

Bereits gegen 21 Uhr ereignete sich in der Strub ein Verkehrsunfall mit einem schwer verletzten Königsseer (wir berichteten). Nur wenige Minuten vor dem Jahreswechsel musste dann der Freilassinger Rettungswagen ausrücken, da Passanten eine stark alkoholisierte Person auf der Straße liegend gefunden hatten. Ebenfalls kurz nach Mitternacht musste das Teisendorfer Rote Kreuz zusammen mit der Feuerwehr Ainring ausrücken, da in Adelstetten eine Gartenhütte brannte. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte stand die Gartenhütte schon in Vollbrand und musste unter schwerem Atemschutz abgelöscht werden. Die Sanitäter sicherten dein Einsatz medizinisch ab, mussten aber nicht eingreifen.

Da die restlichen Rettungswagen aus dem Landkreis ebenfalls bei verschiedensten Notfällen eingesetzt waren, alarmierte die Integrierte Leitstelle Traunstein dann gegen 0.15 Uhr die ehrenamtliche SEG Freilassing zu einem brennenden Wohnmobil auf dem Freilassinger Aldi-Parkplatz. Beim Eintreffen war das Fahrzeug von der Feuerwehr bereits gelöscht und da keine Menschen verletzt wurden, war kein Eingreifen der Sanitäter nötig.

Der Brand sollte aber nicht der letzte Einsatz der ehrenamtlichen Rotkreuzler in dieser Nacht gewesen sein: Um 1 Uhr wurden sie erneut zu einem Hausnotruf-Einsatz im Gemeindebereich von Ainring gerufen. Auch dieser Einsatz konnte rasch beendet werden, da die hilfesuchende ältere Frau keine medizinische Hilfe benötigte. Um 1.19 Uhr mussten dann auch die ehrenamtlichen Sanitäter der SEG Berchtesgaden ausrücken. Im Livehouse am Königssee benötigte eine Person medizinische Hilfe, nachdem sie gestürzt war und sich verletzt hatte. Die Sanitäter mussten jedoch erst nach der Einsatzörtlichkeit suchen, da im Notruf eine andere Adresse mitgeteilt worden war. Nach einer kurzen Erstversorgung transportierte die Krankenwagen-Besatzung den Verletzten dann zur Klinik. Gegen 3 Uhr musste dann der Freilassinger Notarzt zusammen mit einem Rettungswagen sowie einem Krankenwagen der SEG Ainring zu einer Messerstecherei nach Feldkirchen ausrücken, wo zwei Männer zum Teil schwer verletzt wurden. Nach einer kurzen Versorgung durch den Notarzt wurde dann das Opfer umgehend zur weiteren Versorgung ins Landeskrankenhaus nach Salzburg gebracht, da der Mann bereits viel Blut verloren hatte und in Lebensgefahr schwebte.

Der Täter, der bei der Auseinandersetzung ebenfalls schwer verletzt worden war, musste zur weiteren Versorgung zum Salzburger Unfallkrankenhaus transportiert werden. Um eine Gefährdung gegenüber dem medizinischen Personal zu verhindern, wurde der Transport durch die Polizei begleitet. Da sich zu dieser Zeit immer noch viele Feiernde des Jahreswechsels in der Stadt Salzburg befanden, eskortierte der Freilassing NEF-Fahrer den Konvoi durch die Stadt, um trotz der Behinderungen einen raschen Transport zu gewährleisten.

Zeitgleich wurden die Berchtesgadener Sanitäter zu einem Verkehrsunfall auf der B305 auf Höhe des Hotels Seimler gerufen, wo ein alkoholisierter Autofahrer leicht verletzt worden war. Nach Erstversorgung durch die ehrenamtlichen Sanitäter wurde der Mann zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus transportiert. In den frühen Morgenstunden mussten dann erneut die Sanitäter der ehrenamtlichen SEG mit ihrem Rettungswagen nach Piding ausrücken. Hier wurde ein junger Mann in der Hauseinfahrt liegend vorgefunden. Nachdem der Mann unterkühlt und nur bedingt ansprechbar war, wurde der Freilassinger Notarzt hinzugezogen, der den Transport in die Kreisklinik nach Bad Reichenhall begleitete.

Erhöhtes Einsatzaufkommen in der Silvester-Nacht